INSTRUMENTE REGISTRIEREN!

Dankenswerterweise schrieb uns Harti Pilsner diese wichtige Information, die ich hiermit an alle Musikanten verbreiten möchte:

 

Liebe Freunde und Musikanten,

 

UNBEDINGT INSTRUMENTE REGISTRIEREN!


Daß Rio-Palisander seit 1992 unter Artenschutz (bzw. CITES I) steht und nicht mehr ohne entsprechende Zertifikat gehandelt werden darf (sogenannte Cites Bescheinigungen), wissen mittlerweile viele.


Ab Januar gilt zusätzlich: alle anderen Palisanderarten mit Ausnahme von Santos Palisander (das ist botanisch kein Palisander) sowie Rosenholz und Bubinga wurden auf der letzten Artenschutzkonferenz im Oktober in den so genannten CITES II Anhang aufgenommen. 


Die Einstufung in CITES II bedeutet, daß ab 2. Januar 2017 der Handel mit diesen Hölzern weltweit zwar nicht verboten ist, aber kontrolliert wird. Für Hersteller, Groß- und Einzelhändler sowie Gitarrenbauer ergibt sich daraus sehr viel zusätzliche Verwaltungsarbeit.


Was bedeutet das für Dich, als Besitzer einer oder mehrerer Gitarren, Zithern, Flöten etc?


Nahezu alle Gitarren/Zithern/Flöten etc. sind in der Hauptsache aus Palisander (Dalbergia) oder haben irgend ein Bauteil einer „Dalbergia“-Art. Bei günstigen Gitarren ist es meist das Griffbrett und der Steg bei hochwertigeren Instrumenten ist meist Boden und Zargen, Kopfplatten, Mechanikknöpfchen, und vielerlei mehr aus Palisander. Auch furnierte Instrumente (siehe Zithern)  fallen darunter.
Wenn Du noch die Originalrechnung hast  ist vorerst alles gut, Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen. Einfach den Beleg aufbewahren und eine Kopie des Belegs zur Gitarre legen. Wenn Du aber keine Rechnung mehr hast oder diese fehlerhaft ist (wenn z.B. der Modellname nicht richtig auf dem Beleg steht) solltest Du das Instrument noch dieses Jahr (!) bei der zuständigen Behörde (untere Naturschutzbehörde) registrieren lassen.

In Baden Württemberg sind das die Naturschutzbehörden im Regierungspräsidium, in Bayern die Landratsämter. In Österreich und der Schweiz dürfte das Umweltbundesamt zuständig sein.  Alle anderen können ihr zuständiges Amt in dieser Liste finden:


http://ec.europa.eu/environment/cites/…/list_authorities.pdf


Sinnvoll ist es eine Liste zu erstellen, auf der jeweils der Name des Instrumentes, die Seriennummer wenn vorhanden aufgelistet sind. Die Liste als PDF sichern und ausdrucken und dem Amt zustellen. 
Das Amt stellt Dir dann eine so genannte Vorerwerbswarenbescheinigung aus. Diese brauchst Du, wenn Du oder Deine Erben das Instrument später einmal verkaufen wollen oder wenn das Holz später im Schutz höhergestuft wird.

Auch wenn Du ein Konzert im nicht Europäischem Ausland mit Deinem Instrument bestreiten möchtest ist es u.U. notwendig diese Bescheinigung zu haben.
Ich gehe davon aus, daß in den meisten Ämtern dafür eine Email reichen müßte. Leider informieren Diejenigen, die das eigentlich tun sollten, gar nicht oder nur auf Anfrage. Eine Rechtsverbindliche Info könnt ihr natürlich nur von der für euch zuständigen Behörde bekommen.

Diese Info ist nach meinem jetzigen Wissensstand erstellt und natürlich nicht rechtsverbindlich.


Viele Instrumente haben einen gewissen Anteil an sogenannten geschützten Hölzern z.B. Zithern, Hackbretter, Holzblasinstrumente, Blockflöten, Xylophone, Mandolinen, Ukulelen usw. usw.

 

Übrigens: Viele Info’s findest Du unter WISIA im Netz…..

22. Alpenländischer Volksmusikwettbwerb 2016 in Innsbruck



Von Donnerstag, 27. Oktober  bis Sonntag, 30.Oktober 2016 lud der Tiroler Volksmusikverein alle Freunde der  traditionellen Volksmusik in den Congress nach Innsbruck ein.
Im Rahmen des Alpenländischen Volksmusikwettbewerbs, der alle 2 Jahre abgehalten wird, findet auch die Messe "Rund um die Volksmusik" statt.
Nachdem  der Bairisch-alpenländische Volksmusikverein  den Volksmusikwettbewerb als Mitveranstalter finanziell unterstützt, hatten wir die Möglichkeit, mit einem Stand auf unseren Verein aufmerksam zu machen und auch unsere Zeitschrift, Noten, Liederbücher und CDs unter die Leute zu bringen.
Einen besonderen Dank möchte ich an die Organisatoren vom Tiroler Volksmusikverein  Sonja und Peter Margreiter aussprechen, die sich wirklich vom frühen Morgen bis spät in die Nacht um jedes kleine Problem und jeden Teilnehmer kümmerten, und dazu alles bestens vorbereitet hatten.
Die Lage des Standes war  sehr gut ausgewählt - direkt neben dem Eingang zum Saal Tirol, in dem alle größeren Veranstaltungen stattfanden.

Dank der Hilfe unseres Schriftführers  Peter Egner war am Donnerstag der Stand rasch aufgebaut. Am Freitag kam meine Familie Lisi und Martin Röpfl nach und unterstützten mich bis Sonntag tatkräftig. Es war sehr wichtig, unseren Verein in der Öffentlichkeit zu präsentieren, den Besuchern aus dem ganzen Alpenraum zu erklären, wofür unser Verein steht, dass wir uns klar abgrenzen wollen von Tradimix, der Vermischung von volksmusikalischen Kulturen oder volkstümlicher Musik.
Wir konnten auch neue Mitglieder aus der Schweiz, aus Österreich und Bayern gewinnen und heißen sie ganz herzlich willkommen im Bairisch-alpenländischen Volksmusikverein.

Den hohen Stellenwert, den die traditionelle Volksmusik heute bei der Jugend erreicht hat, kann man an der hohen Teilnehmerzahl ermessen: 150 Musikgruppen und SolistInnen wurden zugelassen, noch weitere 70 standen auf einer Warteliste.  Der Alpenländische Volksmusikwettbewerb hat dazu beigetragen, dass die Volksmusik besonders im Alpenraum einen bedeutenden Aufschwung erfahren hat. Es wird an 4 Tagen von morgens bis abends musiziert, gesungen und getanzt. Das Alter der Teilnehmer ist - ausgenommen die Kategorie "Familienmusi und -gsang" - auf 25 Jahre begrenzt.

Volksmusik und Wettbewerb  -  verträgt sich das ?
Für einen großen Teil der Teilnehmer geht es beim Volksmusik-Wettbewerb vor allem um das Gemeinschaftsgefühl, ums "dabei sein" bei diesem Fest der Volksmusik.
Nicht nur bei den Wertungsspielen, sondern auch bei "Gsungen und Gspuit", mehreren Musikantentreffen mit bekannten Moderatoren im großen Festsaal "Tirol", beim freien Musizieren in den Foyers und Gängen des Innsbrucker Kongresshauses und auf den Plätzen der Innsbrucker Altstadt ("Aufg´horcht") können sich die jungen Sänger und Musikanten präsentieren und feststellen, dass sich das fleißige Üben und Proben gelohnt hat. Wenn junge Leute gerne singen und musizieren, braucht es doch immer wieder Ziele, auf die hin gearbeitet werden kann.
Neben der Beurteilung der musikalischen Leistung wird von den Juroren auch besonders darauf geachtet, die regionalen Besonderheiten der verschiedenen Volksmusik-Landschaften zu erhalten. Die Teilnehmer sind beim Wettbewerb in solche volksmusikalische Landschaften eingeteilt: Tirol (Nord-, Ost-), Südtirol, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, Vorarlberg, Bayern, Allgäu und Schweiz. Es gibt auch keine Gewinner und Verlierer, sondern Prädikate von "ausgezeichnet" über "sehr gut", "gut", "mit Erfolg teilgenommen" bis "teilgenommen".
Für herausragende Leistungen, die in besonderer Weise im Sinn der überlieferten Volksmusik sind, werden  "Herma-Haselsteiner-Preise" vergeben, dotiert mit je 4000 €, die im Sinne der Volksmusik verwendet werden müssen, z.B. um Noten zu kaufen, Instrumente zu finanzieren oder eine CD zu produzieren.
Nach  Bekanntgabe der Wertungsergebnisse am Samstag Nachmittag gibt es bei allem Jubel der "Ausgezeichneten"  auch viele enttäuschte Gesichter und manchmal sogar  Tränen. Das Ziel der Musikanten und Sänger ist ja doch eine Teilnahme am Festabend auf der großen Bühne.
Wer jedoch bei einem Wettbewerb mitmacht, geht immer das Risiko ein, nicht zu den "ausgezeichneten" zu gehören. Die Tränen trocknen meist nach der ersten Enttäuschung schnell und man muss auch in der Musik - wie im Sport - lernen, einem anderen zum Preis zu gratulieren.
Wenn man den Tiroler Volksmusik-Wettbewerb nur als Musikantentreffen konzipieren würde, wäre - meiner Meinung nach - der Reiz der Veranstaltung verloren. Wahrscheinlich würde sich auch nur ein geringer Bruchteil von jungen Musikanten und Sängern anmelden. Schüler und Jugendliche, also die Altersklasse  des Volksmusikwettbewerbes, wollen beurteilt werden und wollen wissen, wo sie stehen. Das Erlebnis, mit so vielen Musikanten und Sängern aus dem ganzen Alpenraum zusammen zu kommen, gleicht eine vermeintliche  "Niederlage" nach der ersten Enttäuschung schnell wieder aus und am Festabend werden schon  Planungen gemacht für den nächsten Volksmusik-Wettbewerb, der in 2 Jahren vom 25. bis 28.10.2018 stattfindet.

In diesem Volksmusik-Wettbewerb 2016 wäre ich nicht gerne Juror gewesen. Durch die gute Arbeit der Musikschulen hat  sich die Qualität der teilnehmenden Gruppen so stark verbessert, dass der Grad zwischen der Bewertung "ausgezeichnet" und "sehr gut" extrem schmal war.
Als Vertreterin des Bairisch-alpenländischen Volksmusikvereins möchte ich deshalb allen "ausgezeichneten" und "sehr guten"  Teilnehmern, vor allem natürlich aus Bayern ganz herzlich gratulieren und ihnen wünschen, dass sie zu vielen weiteren Volksmusik-Veranstaltungen eingeladen werden und die Freude an der überlieferten Volksmusik weiter verbreiten.

"Ausgezeichnete" Teilnehmer aus Bayern:
 Andal & Steff aus Zwiesel, Friahnebel Trio aus Ohlstadt, Johanni Gsang aus München, Uffinger Ziachmusi

"Sehr gute" Teilnehmer aus Bayern:
Andakar Musi aus Wallgau, Bergmoos Trio aus Siegsdorf, Buachleit´n Musi aus Nußdorf, Doiwinkel Musi aus Nußdorf, Fellner Tanzlmusi aus Grabenstätt, Geigenmusi "hoib und hoib" aus Oberfischbach/TÖL, Holzfelder Dreigsang aus Burghausen, Katharina Bernlochner aus Egling-Thanning, Lukas Kloiber aus Ruhpolding, Mozartdobler Diandl aus Wasserburg, Oimräsalmusi aus Nußdorf, Setzberg Trio aus Wall, Stefan Kreiler aus Grabenstätt, Trio Obermair-Höllwart aus Flintsbach, Trumpf oder kritisch - Musi aus Traunstein.
 

Vollständige Ergebnislisten:

Herma Haselsteiner Preis

Gesamtliste Prädikate

 

 

 

CD Vorstellung im Tölzer Binderbräu

 

Zeitungsausschnitt

 

 

Gröbenbachmusi Sunnseitn Tanzlmusi

 

Roman MessererGeschwister Forster

 

Bergwacht GsangBeni Eisenburg

 

Manfred WörnleSunnseitn Tanzlmusi

 

Doppelquartett Bergwachtler - Tölzer